Spendenparlament fördert medizinische Schwerpunktpraxen
für Wohnungslose




Auf seiner Sitzung am 25. März 2013 im Hauptgebäude der Universität Hamburg beschloss das Spendenparlament einen Antrag des Fördervereins PIK AS, mit dem die Einrichtung von zwei medizinischen Schwerpunktpraxen für Wohnungslose unterstützt werden soll. Der Beschluss des Parlamentes über die Auszahlung einer Summe von 23.025 Euro für die Grundausstattung und medizinische Geräte wie Untersuchungslampen, Sterilisator, Ohrenspiegel und chirurgische Bestecke erfolgte einstimmig.

Die beiden medizinischen Schwerpunktpraxen werden im Pik As und in der Wohnunterkunft Achterdwars in Bergedorf eingerichtet, eine weitere - ebenfalls vom Spendenparlament unterstützte Praxis - in der Krankenstube für Wohnungslose am Hafen. Im Pik As und in der Krankenstube werden voraussichtlich ab 1. Juni jeweils zwei hausärztliche und zwei psychiatrische Sprechstunden angeboten, im Achterdwars zwei hausärztliche Sprechstunden. Die in den Schwerpunktpraxen tätigen Mediziner sind niedergelassene Ärzte und werden von medizinischen Fachassistenten unterstützt.

Die Betriebs- und Personalkosten tragen die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg, die Krankenkassen und die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. Damit werden die bisher vorwiegend ehrenamtlichen medizinischen Sprechstunden im Pik As, beispielsweise von Dr. Eckhard Johannes, und die vom Förderverein und seinen Spendern bezahlten sozialpsychiatrischen Sprechstunden durch ein institutionelles System abgelöst. Ziel soll neben der Sicherstellung der medizinischen Hilfe für Wohnungslose eine stärkere Integration in das medizinische Regelsystem sein. Denn immer noch scheuen viele Wohnungslose den Gang in die "normale" Arztpraxis.

Die Ärzte werden eng mit den Mitarbeitern des Pik As zusammenarbeiten, um möglichst schnell Vertrauen aufzubauen und neben der Akutversorgung auch längerfristige Therapien anbahnen zu können. Die Arbeit in den Schwerpunktpraxen wird über zwei Jahre vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Für den Förderverein PIK AS und das Diakonische Werk als bisherige Motoren der medizinischen Betreuung im Pik As ist diese Entwicklung ein großartiger Erfolg.

Dem Spendenparlament danken wir herzlich für die Anschubfinanzierung. Mehr über das Spendenparlament erfahren Sie  ⇒ hier.